Mal was Neues – Zensur per Bebauungsplan

Im Dschihad gegen die AfD ist jedes Mittel recht.

Im Kampf für Demokratie, Meinungsfreiheit, eine offene Gesellschaft, Toleranz usw. gibt es jetzt eine wie das Weilheimer Tagblatt stolz berichtet, neue Wunderwaffe, den Bebauungsplan.

Früher war es erprobte Taktik des Altparteien-Kartells und seiner steuerfianzierten toleranten NGO-Sturmabteilungen, jeden Wirt oder Eigentümer eines Saals oder Halle durch Androhung massiver Gewalt und anderer Maßnahmen so einzuschüchtern, dass er eine Vermietung an die AfD schleunigst rückgängig gemacht hat. So konnte es der AfD fast unmöglich gemacht werden, Veranstaltungen durchzuführen.

Da diese echt demokratische und tolerante Strategie in Weilheim nicht mehr funktioniert hat, weil die AfD das ehemalige Starlight-Kino angemietet hat und zum Versammlungssaal umzubauen will, muß etwas Neues her.

Das Starlight-Kino hatte oft hunderte von Besuchern, da war die Stellplatzfrage viele Jahre nie ein Thema, da die Besucher anscheinend immer am Fallschirm eingeschwebt sind.

Fast gegenüber ist die evangelisch-lutherische Kirche, die trotz massiver Kirchenaustritte immer noch nicht wenige Besucher hat, unweit ist die neuapostolische Kirche und mehrere Freikirchen sind in der selben Straße ganz nahe gelegen.

Die Stellplatzfrage ist, obwohl deren insgesamt sehr zahlreiche Besucher aus  den umliegenden Orten sicher nicht mit dem Lastenfahrrad kommen, noch niemals ein Thema gewesen.

Aber, sobald jemand abseits der vorgegebenen Meinungs-Direktive der eine abweichende Meinung äußern will, ist Schluß mit Lustig. Da kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein Bebauungsplan und erschlägt mit dem Pseudoargument Stellplätze zielgenau den Bösewicht und sonst nichts.

Der Stadtrat verbietet in dem Bebauungsplan Versammlungsräume nur und ausschließlich da, wo die AfD ihr Unwesen treiben will.

Die DDR-Bürgerrechtlerin Bohley hat es vorausgesehen, wie die Methoden der DDR in der Bundesrepublik verfeinert und fortentwickelt werden und in modischerer Verkleidung eleganter zum Einsatz kommen. Das hier in Weilheim  ist nur ein kleines Beispiel unter vielen.

Helfen wird es – genauso wie in der DDR damals der Einheitsfront der Blockparteien am Nasenring der SED – letztlich nichts. Die Einheitsfront ist 1989 im Gefolge des völligen wirtschaftlichen Zusammenbruchs der DDR nach langer sozialistischer Plan-Misswirtschaft in den wütenden Protesten des Volks, das trotz Meinungsterror in Massen auf die Straße ging, untergegangen.

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14. Januar 2026|

Haushaltsrede Imgart im Kreistag – Endlich ernsthaft sparen


Rüdiger Imgart hat in der Sitzung des Kreistags zum Haushalt die nachfolgende Rede gehalten, die wir hier im Wortlauf abdrucken.

Haushaltsrede Kreistag 2024

Sehr geehrte Frau Landrätin, sehr geehrter Herr Kämmerer, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Kreistags!

„Wenn die Not am größten, dann ist Gott am nächsten!“

Beziehen wir dies Wort auf uns und die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten unseres Landkreises, dann müsste uns der liebe Gott jetzt schon verdammt nah sein.

Am Anfang unserer Legislaturperiode dachte ich noch, dass mit allseits geäußertem Sparwillen, mit Ausgabendisziplin unserer Verwaltung und im übrigen etwas Glück eine positive Wende der Finanzlage zur Erfüllung aller uns gegenüber dem Bürger obliegenden Aufgaben und Wünsche möglich sei; ich wurde aber eines Schlechteren belehrt. Denn: Schlimmer geht immer. Und so gleichen sich auch die Reden meiner sehr geschätzten Vorredner darin, dass sie jedes Jahr pessimistischer klingen.

Sehr geehrter Herr Merk, ich kann dem von Ihnen vorgelegten Haushaltsplan für das kommende Jahr nicht zustimmen. Und ich sage im Namen der AfD-Fraktion: Das tut uns, das tut mir von Herzen Leid.

Ich sage dies ohne jegliche Häme und auch ohne jeden Sarkasmus nämlich aus zwei Gründen:

Zum einen sehe ich die fachlich hervorragende Arbeit, die Sie mit der Vorlage dieses formal – noch – genehmigungsfähigen Haushaltsvorschlags abliefern. Respekt!

Ich sehe Ihr Bemühen in den vielen Hinweisen und Vorschlägen, mit denen sie bereits in der Vergangenheit versucht haben, uns – dem Kreistag – einen tragfähigen Weg aufzuzeigen, ohne dabei aus dem Auge zu verlieren, dass letztlich die Entscheidung und Verantwortung für die Kreisfinanzen bei diesem Gremium hier liegt. Und ich kann es gar nicht hoch genug schätzen, mit wieviel Herzblut sie die Zahlen des Haushaltes unserer Fraktion erläutert und bittere Notwendigkeiten der Verwaltung erklärt und verteidigt haben.

Es ist mir deshalb ein sehr persönliches Bedürfnis, Ihnen hierfür an prominenter Stelle meiner Rede zu danken.

Der andere Grund, warum es mir leid tut, dem Haushalt nicht zustimmen zu können, ist die Tatsache, dass wir jetzt beginnen müssen, Leistungen noch deutlicher zusammenzustreichen. Hier ist erst der Anfang. Wir werden dem Bürger vermitteln müssen, dass er aus der Komfortzone mit immer besseren und immer umfangreicheren und großzügigeren Leistungen der Kreisverwaltung herauskommen muss.

Wir haben nicht mehr das Geld für die vielfältigen kleineren und größeren Neuinvestitionen, die die vergangenen zehn Jahre prägten. Es ist nicht einmal mehr genug Geld da, die vorhandene Infrastruktur des Landkreises – Straßen, Verwaltungsgebäude, Schulen – in wünschenswertem und gebotenem Umfang zu erhalten. Gar nicht zu reden vom Investitionsbedarf, der ausweislich der Sitzungunterlagen und ohne das Krankenhaus mindestens 200 Millionen € ausmacht.

Ursächlich für die bundesweiten Misere der öffentlichen Haushalte ist nach unserer Auffassung ein überbordender Verwaltungs- und Sozialstaat gepaart mit dem Bedürfnis, die ganze Welt retten zu wollen.

Sei es beim Klimaschutz oder in der Frage Asyl und Zuwanderung in unser Sozialsystem.

Hier ist ein scharfer Rückschnitt nötig. Wenn in den Sitzungsunterlagen bei den Personal-und Sachkosten für das Ausländeramt mit Asylwesen ein vom Kreis zu tragender Fehlbetrag i.H.v. 3.538.400 € und die weiteren Kosten – zitiere-mit über 2 Millionen, also insgesamt mehr als fünfeinhalb Millionen Euro ausgewiesen werden, so ist das nicht mehr hinnehmbar. Rechnen wir die beim Landkreis verbleibenden Kosten für die Ukraine-Flüchtlinge mit 2,5 Mio Euro hinzu, errechnen sich für uns untragbare Kosten von über 8 Millionen €, meine Damen und Herren!

Auch wenn EU und Berlin durch ihr Versagen das Unglück maßgeblich zu verantworten haben muss unsere Forderung bis hinunter auf die Kreis- und Gemeindeebene lauten:

Grenzen sichern. Nichtberechtigte abweisen. Entsprechend den ursprünglichen Bestimmungen des Grundgesetzes ist Asyl ein Bleiberecht auf Zeit für politisch Verfolgte. Die derzeitige Vollversorgung ist zu beenden. Familiennachzug ist zu stoppen. Sach- statt Geldleistungen. Zuschüsse an irgendwelche NGOs mögen gezahlt werden von wem auch immer, nicht aber durch den Landkreis Weilheim Schongau, meine Damen und Herren!

Und selbstverständlich Remigration. Sie bedeutet: Großflächige Rückführung aller illegal Eingereisten, aller Abgelehnten und Kriminellen!

Einigen hier im Saal mögen diese Ausführungen nicht schmecken. Indes: Probleme müssen offen angesprochen und nicht unter dem Mäntelchen der Nächstenliebe oder schlicht aus Feigheit unter den Tisch gekehrt werden.

Dies gilt auch für das zweite Thema, dem ich mich heute widmen will, nämlich der Krankenhaus GmbH. Seit zehn Jahren führt die Geschäftsführung die Gesellschaft immer tiefer in die roten Zahlen.

Während umliegende Krankenhäuser noch mit positiven Ergebnissen aufwarten konnten, gab es bei uns nur einen Weg – immer tiefer in die Miesen.

Wir haben diesen Weg viel zu lange mit immer höheren Zuschüssen und Investitionen begleitet. Ich erinnere die Schließung des Krankenhauses in Peissenberg im Jahr 2016, die folgenden „großartigen Investitionen“ in Robotik und ähnliches, die fortlaufenden Versprechungen, jetzt werde alles gut, zumindest besser –

geendet hat das Ganze jetzt im Frühjahr in einem Fiasko mit der Umwandlung unseres Krankenhauses in Schongau in ein MVZ, der Entlassung von über 200 Mitarbeitern und einer Forderung nach Finanzmitteln von 27 Millionen € in 2024 zzgl. 5 Millionen € Liquiditätsunterstützung, in Summe 32 Millionen €.

Möge ein jeder sein Gewissen prüfen, wie viel dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Schul-und Straßenbau, Informationstechnik, Schulung der Kreismitarbeiter und von mir aus auch Radwegebau mit diesem Geld möglich wären!

Mir fehlt jeder Glaube und alle Hoffnung auf eine Besserung. Mit Schrecken musste ich zur Kenntnis nehmen, dass trotz unserer großzügigen Unterstützung keine Abteilung des Weilheimer Krankenhauses schwarze Zahlen schreibt.

Und ich glaube in diesem Zusammenhang weder an das Christkind und noch weniger dem Herrn Lippmann, dass es hier zu einer Wende kommt.

Ich muss deshalb meine bereits vor Jahren geäußerte Bitte wiederholen, auch in der Geschäftsführung personelle Änderungen zu realisieren. Es geht nicht an, dass wir Hunderte von Mitarbeitern vor die Tür setzen, die gewiss keinerlei Schuld an der eingetretenen Situation haben. Der Fisch stinkt am Kopf und muss deshalb dort behandelt werden.

Dabei rechne ich auf die Unterstützung der hier anwesenden Bürgermeister. Meine Herren, die Kreisumlage wird weiter steigen, im nächsten Jahr auf 56 %. Und ich befürchte, dass wir in diesem Jahrzehnt noch eine 60 %ige Kreisumlage sehen werden, wenn im Krankenhausbereich nicht sofort umgesteuert wird.

Warum ich das meine? Weil sich die Neuverschuldung des Landkreises bereits jetzt auf Rekordniveau bewegt und jede Erhöhung der Kosten oder Minderung der Einnahmen aus zwingenden haushälterischen Gründen über eine Erhöhung der Kreisumlage finanziert werden muß.

Der vorliegende Haushaltsentwurf ist mit Ach und Krach genehmigungsfähig durch eine Schuldenaufnahme in Rekordhöhe. Beim jetzigen Zinsniveau werden immer höhere Kreditaufnahmen zur Finanzierung unserer Aufgaben nicht möglich sein. Und es grenzt doch wahrlich an ein Wunder, wenn es unserem Kämmerer gelungen ist, die Abwicklungskosten des Krankenhauses Schongau in Investitionen umzudeklarieren und damit finanzierbar zu gestalten. Sonst hätten wir womöglich schon jetzt den Staatskommissar im Landratsamt sitzen, meine Damen und Herren!

Indes – mit solider Haushaltsführung und solider Haushaltspolitik hat das Ganze wenig bis gar nichts zu tun. Diesen Stiefel müssen sich alle anziehen lassen, die am 12. September des vergangenen Jahres dem „Sanierungskonzept“ zugestimmt haben.

Eingangs meiner Ausführungen wies ich auf die alte Volksweisheit hin, wonach uns Gott in der Not nahe ist. Wir sollten uns aber nicht nur auf ihn verlassen, sondern in den sich abzeichnenden schweren Zeiten zusammenstehen.

Trotz der Ablehnung des Haushalts ist die AfD auch künftig bereit, konstruktiv in der Sache an einer Verbesserung der Finanzsituation mitzuarbeiten.

Jetzt danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die nun schon von Sparmaßnahmen betroffen sind und diese akzeptieren.

Mein besonderer Dank gilt dem Personalchef, der seinen Kolleginnen und Kollegen die normative Qualität des Faktischen vermitteln musste und keine zusätzlichen Personalanforderungen zugelassen hat.

Und schlussendlich bedanke ich mich, sehr geehrte Damen und Herren Kollegen, für die Aufmerksamkeit, die Sie mir geschenkt haben.

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25. März 2024|

Gemeinde wehrt sich erfolgreich gegen Zwangszuweisung von „Migranten“

Die bayrische Gemeinde Greilling hat sich erfolgreich gegen eine Zwangszuweisung von „Flüchtlingen“ gewehrt und mit einem Eilantrag am 18.1.2024 Recht bekommen.

Alle Probleme, die aus der völlig durchgeknallten ungesteuerten Migration in unsere Sozialsysteme entstehen, werden von der „Ampel“ und den nur zögerlich ein ganz klein wenig Opposition simlierenden Unionsparteien kaltlächelnd auf die Gemeinden abgewälzt. Diese gehen unter diesem Ansturm langsam aber sicher zu Boden.

Allein die AfD tritt seit mehr als 10 Jahren für eine zurechnungsfähige, an den Interessen Deutschlands orientierte Regelung der Zuwanderung ein. Kanada und Australien sowie Schweden sind Vorbilder, an denen wir uns orientieren und die zeigen, wie mit diesem Problem sinnvoll umgegangen werden kann.
Haß und Hetze statt sachorientierter Auseinandersetzung war leider von Anfang an die Reaktion der Einheitsfront aller Altparteien auf unseren konstruktiven und realistischen Vorschläge.

Über den Fall „Greilling“ hat der Münchner Merkur ausführlich berichtet und das Urteil des Gerichts kann hier im Volltext nachgelesen werden.

Die blanke Notwendigkeit wird immer mehr Gemeinden zwingen, sich trotz der permanenten Hetzkampagnen der Medien gegen einen endlosen und immer mehr anschwellenden Zustrom zu stellen. Wenn es nach der geschlossenen Front der Altparteien geht, wird es erst dann ein Abflauen des Zustroms geben, wenn Deutschland erfolgreich so verarmt wurde, daß unsere Sozialsysteme zusammengebrochen sind und damit eine Zuwanderung aus den Slums dieser Welt keine interessante Alternative mehr ist.

Der berühmte Journalist Peter-Scholl-Latour, der im Gegensatz zu unseren Ampel-Versagern in Berlin viel von der Welt gesehen hatte, hatte den prägnanten Spruch geprägt „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta„.

Über den Fall „Greilling“ hat der Münchner Merkur ausführlich berichtet und das Urteil des Gerichts kann hier im Volltext nachgelesen werden.

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27. Januar 2024|

Darf sich ein Landtagsabgeordneter überhaupt öffentlich zeigen ?

Für die AfD wurde unser Kandidat für den Stimmkreis Weilheim, Benjamin Nolte, in den bayerischen Landtag gewählt.

Er nimmt nun seine verfassungsmäßige Aufgabe als Abgeordneter mit vollem Einsatz wahr.
Wie die Abgeordneten aller anderen Parteien auch nimmt er an Veranstaltungen des öffentlichen Lebens teil, so an der Gedenkveranstaltung zum  Volkstrauertag in Weilheim und am letzten Montag an der offiziellen Eröffnung des Hochwasserschutzprojekts Weilheim Süd, zu der er vom zuständigen bayrischen Ministerium für Umweltschutz ebenso wie der  lokale Landtagsabgeordnete Kühn der CSU auch eingeladen wurde.

In den Reihen der Altparteien,  die mittlerweile zu einem inhaltlich kaum mehr unterscheidbaren Kartell von Klonen der Grünen mutiert sind, sorgt das Auftreten einer neuen demokratischen Alternative nun für große Irritationen.

Ältere Semester fühlen sich irgendwie fast an die Panikreaktionen der Blockparteien in der alten DDR bei jeder Lebensregung der Bürgerrechtsbewegung erinnert.

So war es in Weilheim bei der Teilnahme einer Abordnung der AfD am Volkstrauertag, über die das Tagblatt berichtete und so war es auch am letzten Montag, dem 4.12. beim Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt.
Der Landtagsabgeordnete der AfD erschien, die Vertreter der Altparteien regierten offenbar mehr als irritiert und haben anscheinend sofort den Vertreter der Lokalpresse alarmiert, damit der Bürger ob dieses „unentschuldbaren Vergehens“ „politisch korrekt“ informiert würde. Unser Abgeordneter wurde dann vom Redaktionsleiter des Tagblatts sofort streng zum „wieso und warum“ seines Erscheinens und ob er das überhaupt dürfe, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, befragt. Anscheinend sind die Vertreter der Altparteien und die Mainstream-Presse mittlerweile der festen Überzeugung, dass demokratische Rechte nur sie und niemand sonst in Anspruch nehmen darf.

Wir können dazu nur bemerken, dass uns in Bayern mehr als 14 % der Wähler ihre Stimme gegeben haben und wir drittstärkste Kraft im neuen Landtag sind.
Sich hier im Landkreis anmaßen zu wollen, unseren Abgeordneten – die immerhin jeden siebten Wähler in Bayern vertreten – die elementarsten demokratischen Rechte abzusprechen, ist in der Tat ein einmaliger Vorgang.

Aber trotzdem : Benjamin Nolte wird selbstverständlich auch in Zukunft bei öffentlichen Veranstaltungen im Wahlkreis präsent sein. Unsere Wähler haben ihm dafür ihr Vertrauen geschenkt.

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6. Dezember 2023|

Klartext von der AfD – Haushaltsrede von Imgart im Kreistag

Sehr geehrte Frau Landrätin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Am 8. Mai 2020 trat der damals neu gewählte Kreistag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Erstmals wurden auch drei Vertreter der freiheitlich-patriotischen AfD in den Kreistag gewählt. Nach anfänglichem, durchaus kritischen wechselseitigen Betrachten und der Bereinigung einiger Irritationen kann ich heute nach nunmehr drei Jahren feststellen, dass die Zusammenarbeit mit den Kollegen im Kreistag und in der Verwaltung gut und konstruktiv ist. Dafür unsererseits herzlichen Dank!

Gute und konstruktive Zusammenarbeit bedeutet nicht, dass wir die Vorhaben dieses Kreistags allesamt abnicken. Als bundesweite Oppositionspartei sehen wir es als unsere wesentliche Aufgabe an, Regierungen und Verwaltungen auf die Finger zu schauen und dort zu widersprechen, wo wir Freiheit und Bürgerrechte nicht hinreichend beachtet sehen.

Die uns nach der bayerischen Verfassung gegebenen Möglichkeiten direkter Demokratie, begrüßen wir außerordentlich, auch wenn damit – wie jüngst geschehen – Entscheidungen des Kreistags kurzfristig und abrupt gestoppt werden. Jede direkte Bürgerentscheidung hindert aber Politikverdrossenheit und beweist vielmehr das Bürgerinteresse an den Belangen unseres Gemeinwesens!

„Mut zur Wahrheit!“ – das war seinerzeit das Gründungsmotto meiner Partei, der Alternative für Deutschland. Dieser Wahlspruch veranlasste mich vor zehn Jahren, der Partei beizutreten. Weil ich diesen Mut zur Wahrheit in Politik und Gesellschaft auf vielen Ebenen vermisste.

Auch in unserem kommunalpolitischen Mikrokosmos vermisse ich ihn. In den drei Jahren, in denen die AfD diesen Kreistag angehört, wiedersetzen wir uns einer Haushaltspolitik, die bei steigenden Steuereinnahmen immer weniger Geld für nachhaltige Investitionen ausgibt und stattdessen den konsumptiven Bereich in immer schwindelerregendere Größenordnungen wachsen lässt.

Dies führt nach unserer Auffassung zu einer nicht mehr hinnehmbaren und rasant wachsenden Neuverschuldung und damit zu einer Handlungsunfähigkeit dieses Kreistags. Wenn keine Mittel mehr da sind, kann Politik nicht gestaltet werden, sondern nur noch gleich einem Insolvenzverwalter der Schaden begrenzt werden, meine Damen und Herren!

Wenn ich hier den Mut zur Wahrheit vermisse, dann muss ich auch viele Kollegen dieses Gremiums ansprechen. Wenn die Verwaltung hier einen Personalplan vorlegt, der auch für dieses Jahr Dutzende neue Stellen im Landratsamt vorsieht, dann halte ich eine solche Planung in Anbetracht unserer Kassenlage für falsch und nicht zustimmungsfähig. Jede einzelne Planstelle bedeutet ja nicht nur eine Erhöhung der Personalausgaben in diesem Kreishaushalt, sondern bindet uns für die Zukunft, bindet Mittel und Handlungsspielräume.

Mut zur Wahrheit bedeutet in diesem Fall auch, dass sich die Kreisverwaltung und der Kreistag dazu bekennen müssen, dass wir die Komfortzone bereits verlassen haben. Dass wir nicht in der Lage sind, jeden Bürgerwunsch zu erfüllen. Dass Leistungen, die der Landkreis heute noch erbringt, nicht mehr oder nicht mehr in der bisher gewohnten Qualität und Geschwindigkeit erbracht werden können.

Geehrte Kollegen -einen erheblichen Beitrag zur Misere in Deutschland und im Landkreis leistet der ungebremste und derzeit rasant zunehmende Zuzug in Form der Einwanderung in unsere Sozialsysteme.

Wenn Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer feststellt, dass beim Einsatz unsere gesamten Ressourcen für die Neuankommenden dann für die Menschen vor Ort nichts mehr bleibt und dies unsere Gesellschaft sprengt, kann ich ihm nur beipflichten. Er hat Recht: es droht der Kollaps unseres Sozialsystems. Und ich bin dankbar, wenn er die alte AfD–Forderung aufnimmt, dass es keine Geldleistungen für Zuwanderer mehr gibt, bis über ein endgültiges Bleiberecht entschieden ist.

Solch klare Worte vermisse ich insbesondere von Ihnen, Frau Landrätin. Allgemeines Wehklagen über die schwierige Situation nutzt nichts. Hier bedarf es klarer Worte – gerne auch gegenüber der schwarzen Landesregierung, Frau Landrätin! Mut zur Wahrheit!

Wenn wir der Heimatzeitung in dieser Woche ein lautes Klagen interessierter Gruppen über die Räumung sogenannter Ortskräfte in Penzberg entnehmen können, muss eine Forderung artikuliert werden:

Schluss mit freiwilligen Aufnahmeprogrammen für Ortskräfte, sei es aus Afghanistan oder Schwarzafrika! Dies fordert nicht nur meine AfD, sondern auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Lassen Sie mich zum Schluss kommend, noch ein Thema ansprechen, bei dem ich sowohl Mut als auch Wahrheit ganz besonders vermisse, und dies ist das Thema unserer Krankenhäuser.

Mit diesem Thema sind wir alles andere als mutig und wahrhaftig umgegangen, meine Damen und Herren. Statt offen die Probleme anzusprechen und die hierfür Verantwortlichen öffentlich zur Rede zu stellen – und zur Verantwortung zu ziehen, meine Damen und Herren – , haben wir mit unter Verschluss gehaltenen Gutachten in nichtöffentlichen Sitzungen Pläne für das Zentralkrankenhaus geschmiedet. Der hieraus resultierende Bürgerentscheid ist keine Folge unzureichende Kommunikation, wie hier oftmals behauptet worden ist, sondern Folge eines Politikstils der verschlossenen Türen und der Geheimniskrämerei.

Soweit wir von der AfD uns hieran beteiligt haben, müssen wir die Bürgerinnen und Bürger in aller Form um Entschuldigung bitten. Das entspricht weder unserem Parteiprogramm noch unseren eigenen Anspruch an Transparenz und Beachtung des Bürgerwillens.

In den beiden nur beispielhaft von mir angeschnittenen Politikfeldern sehe ich ein Wegducken vor der Verantwortung und auch der Entscheidung. Vor zwei Jahren habe ich in öffentlicher Kreistagssitzung den Rücktritt des Geschäftsführers der Krankenhaus GmbH gefordert, weil er – rechtlich und tatsächlich – die katastrophale Situation zu vertreten hat – und das ohne Schuldzuweisung. Dem ist bis heute nichts hinzuzufügen.

Mut zur Wahrheit – ich appelliere an sie alle, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, dem Kreishaushalt und dem Finanzplan in dieser Form nicht zu zustimmen. Hier geht es nicht um das Zurechtschustern eines gerade noch genehmigungsfähigen Zahlenwerkes, sondern darum, dass unsere Kreisfinanzen und die Politik dieses Kreistags wieder auf solide Beine gestellt werden!

Lieber Herr Merk, ich weiss, daß Sie als Profi mit meiner Kritik ebenso umgehen können wie mit dem Dank und dem Respekt für die von Ihnen und Ihrer Mannschaft geleisteten Arbeit, die ich Ihnen im Namen der AfD-Fraktion sagen möchte!

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2. Mai 2023|

Unser Bürgerbüro in Weilheim wurde am 14.1.2023 eröffnet

Am Samstag, 14.1.2023 konnten wir nach längerer Umbauzeit das neue, großzügige Wahlkreisbüro unserer Bundestagsabgeordneten Gerrit Huy eröffnen. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Reno Schmidt hatte mit einer Gruppe unermüdlicher Helfer ein Interieur geschaffen, das sich wirklich sehen lassen kann.

Das Büro liegt recht zentral in der Schützenstraße 15 in Weilheim, im Erdgeschoß mit Zugang in der Passage von der Schützenstraße zur Cordongasse.

Wie die Fotos zeigen, ermöglichen die Räume auch problemlos größere Veranstaltungen.

Die AfD hatte in den letzten Jahren stets Probleme, im Landkreis geignete Räumlichkeiten zu finden, da die Wirte, die uns Räumlickeiten überließen, sofort von den Erbpächter*innen von „Demokratie und Toleranz“  massiv bedroht und unter Druck gesetzt wurden.

Zur Eröffnung konnte unsere Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Gerrit Huy neben dem stellversitzenden Kreisvorsitzenden Reno Schmidt auch den Bunestagsabgeordneten Gerald Otten (AfD) und Prof. Dr. Ingo Hahn(AfD), Abgeordneter des Bayerischen Landtags und eine ganze Reihe von Mitgliedern des Kreisverbands begrüßen.

Nach der Begrüßungsrede der „Hausherrin“ und den Grußworten der beiden illustren Gäste folgte bei einem Weißwurstfrühstück der gemütliche Teil mit vielen interessanten Gesprächen mit unseren Abgeordneten.

 

Hier noch ein kurzes Video von unserer Eröffnung

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21. Januar 2023|

Rede von Rüdiger Imgart zur finanziellen Lage des Landkreises

Auf der letzten Kreistagssitzung des Landkreises Weilheim-Schongau hielt der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion, Rüdiger Imgart, eine viel beachtete Rede zum Thema „Finanzielle Lage des Landkreises und die Perspektiven“.

Die Rede geben wir hier im Wortlau wieder :

Haushaltsrede 2022

 Sehr geehrte Frau Landrätin, sehr geehrter Herr Kreiskämmerer, meine Damen und Herren!

Das Jahr 2022 ist bereits jetzt geprägt von Katastrophen. Corona, der Krieg in der Ukraine und nun der Kreishaushalt und die Finanzplanungswerte für den Zeitraum 2023 – 2025. Die seit einigen Jahren scheints unaufhaltsame negative Entwicklung der Finanzen kann diese in einen Abgrund führen. Die Folgen für die Lebensqualität des einzelnen Bürgers hier im Landkreis werden spürbarer sein als die vorgenannten Weltkatastrophen.

Meine Damen und Herren, mit der Meinung des von hier berichtenden Redakteurs der Heimatzeitung bin ich oft nicht einverstanden. Wenn er aber in seinem Bericht vom 07.03.2022 die Lage der Kreisfinanzen als „schockierend“ beschreibt, so muss ich ihm uneingeschränkt zustimmen.

Zugegeben, auch die finanzielle Lage anderer Landkreise, Städte und Kommunen verschlechtert sich seit Jahren. Zugegeben, dass auch eine ständige Überbürdung von Aufgaben durch Bund, Länder und nun auch des Bezirks zu dieser unguten Entwicklung beitragen. Aber dies alles entbindet uns nicht von unserer Verantwortung für die Finanzen hier, im Landkreis Weilheim-Schongau, meine Damen und Herren!

Eine verfehlte Umwelt- und Energiepolitik schafft Abhängigkeiten und treibt auch die Kosten unserer Verwaltung ins Schwindelerregende. Der Glaube, am deutschen Verkehrswende- und Klimawandelwesen werde die Welt genesen, ist ebenso vermessen wie absurd. Diese Politik wird ohne Rücksicht auf unsere Finanzen und die wirtschaftliche Zukunft unserer Kinder befördert und – leider – auch bei uns teils umgesetzt.

Dies gilt ebenso für die Asyl- und Ausländerpolitik, deren Folgen Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen schwer belasten. Wie krachend diese Politik der interkulturellen Vielfalt und Integration gescheitert ist, kann jeder im Faktencheck des Landratsamts nachlesen.

Es darf sich bitte keiner der Anwesenden mit einem „Was können wir denn dafür“ herausreden. Die dramatische Entwicklung unserer Finanzlage ist zum erheblichen Teil fortdauernden und unangemessenen Wünschen und Vorhaben geschuldet, die von hier – dem Kreistag – angestoßen sind.

Kollegen!

Beliefen sich die Schulden des Kreises vor fünf Jahren einschließlich des inneren Darlehens auf 22,3 Millionen Euro, haben sie sich innerhalb dieses Zeitraums auf knapp 80 Millionen Euro fast vervierfacht und werden im Jahre 2025 auf fast 140 Millionen angewachsen sein.

Konkret bedeutet dies: Alle Ausgaben müssen auf den Prüfstand. Dies gilt für Forderungen nach dem Ausbau des ÖPNV und insbesondere dem Beitritt zum MVV. Das Geld haben wir ebenso wenig wie für den Ausbau von Radwegen.

Wir müssen Geld einsparen und daher eher über Personalreduzierung nachdenken, als für solche Projekte zusätzliches Personal einzustellen. Dies gilt selbstverständlich auch für die personelle Ausstattung von Asylhelfern und Integrierern sowie die Unterstützung von Asylhelferkreisen. Wer sich nach sieben Jahren hier noch nicht integriert hat, hat von uns nur noch eines zu bekommen: sein Heimflugticket.

Die AfD – und auch ich – haben sich vor der Kommunalwahl für den Erhalt unserer Krankenhäuser ausgesprochen. Dazu stehen wir.

Wenn ich allerdings zur Kenntnis nehmen muss, dass der Zuschussbedarf in diesem Jahr auf 13,5 Mio. Euro steigt, während zeitgleich über den Bau einer Zentralklinik für bald eine halbe Milliarde Euro nachgedacht wird, kann ich das nicht nachvollziehen oder unterstützen. Wir haben weder das Geld für Wolkenkuckucksheime, noch verfügen wir über die entsprechenden Flächen.

Ich darf daran erinnern, dass unsere damals vier Krankenhäuser noch im Jahr 2007 Gewinn erwirtschaftet haben. Die Veränderung der Krankenhausfinanzierung durch die Einführung der Fallkostenpauschale und der staatlich vorgesehenen vorsätzlichen Schlechtkalkulation der kleinen Kliniken muss uns eines vor Augen führen: Wir können und dürfen uns bei unseren Planungen nicht auf Staatssubventionen oder Abrechnungsmodalitäten der Krankenkassen verlassen, meine Damen und Herren!

Bei einer möglichen Zusammenlegung der Krankenhäuser spricht nach Abwägung der Argumente vieles für den Standort Schongau, wobei die Weilheimer Krankenhausgebäude zielführend als neues Verwaltungszentrum des Landkreises genutzt werden können. An der energetischen Nachrüstung unserer Landkreisimmobilien könnten dann ebenfalls gespart werden.

Oder aber – Schluß mit alledem. Das Krankenhauswesen muß dann auch in unserem Landkreis privatisiert werden.

Nach all meiner Kritik wird es Sie  nicht verwundern, wenn ich für meine Fraktion die Ablehnung des Haushalts ankündige. Einen Weg, den wir für grundsätzlich falsch erachten, werden wir nicht mitgehen.

Ein letztes Wort an Sie, sehr geehrter Herr Merk, und Ihre Mannschaft. Ich weiß, Sie sind Profi und können mit meiner Kritik umgehen. Denn diese richtet sich vornehmlich an den Kreistag selbst und seine unerfüllbaren Wunschzettel.

Ich wiederum weiß, dass Sie und Ihr Team sehr sorgfältig vorgearbeitet haben und erahne, wie viel Arbeit die Aufbereitung der Unterlagen gemacht hat. Dafür ein Dankeschön und insbesondere für Ihren Besuch in der Fraktion und die große Geduld, mit der Sie uns das vorliegende Zahlenwerk nahegebracht haben.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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1. April 2022|

Revolutionärer Energiespeicher für Weilheim oder nur Luftblase ?

Der geplante Energiespeicher neben dem Gebäude der Weilheimer Stadtwerke wirft so einige Fragen auf.

Die Firma Gravity Energy AG plant seit längerem den Bau einer Pilot-Speicheranlage für Strom auf dem Gelände der Stadtwerke. Dazu soll ein  etwa 100 m tiefen und 8m breiter zylindrischer Schacht in den Boden getrieben werden. In diesem Schacht soll ein schwerer Kolben in einem geschlossenen Wasserkreislauf bei Stromeinspeisung nach oben bewegt werden und bei Stromentnahme nach unten gehen, wobei das Wasser jeweils durch eine Turbine gepumpt wird, die sowohl als Pumpe wie auch als Generator fungiert.

Bereits Ende 2013 war die Firma zwecks Errichtung einer Demonstrationsanlage mit der Gemeinde Kochel in Kontakt getreten, die im Herbst 2014 die Errichtung abgelehnt hatte.

Danach hatte die Gravity Energy AG im Spätherbst 2014 die Errichtung einer Demonstrationsanlage in Penzberg beantragt. Nach den Ergebnissen einer Probebohrung wurde das Projekt im November 2015 dann abgeblasen.

Noch im November 2015 einigten sich die Stadtwerke Weilheim und die Gravity Energy AG darauf, die Demonstrationsanlage in Weilheim auf dem Betriebsgelände der Sttadtwerke zu errichten.
Im Januar 2017 wurde mit der Probebohrung für die Bodenerkundung begonnen. Seither, rund 18 Monate, hat sich nichts mehr getan.

Sieht man sich die Firma Gravity Energy AG näher an, so ergibt sich ein interessantes Bild.
Eine Internetrecherche zeigt einen gewaltigen Medienhype um die Firma, es gibt eine Unzahl überschwenglicher und manchmal geradezu euphorischer Berichte, die zumeist viel Begeisterung ausstrahlen aber eher weniger Substanz haben.
Für Startups ist dies nicht selten, da diese gerne einen gewaltigen Medienrummel zu inszenieren versuchen, um Kunden und Investoren anzulocken.
Auf der Webseite der Firma findet man die folgende Information,

Gravity Energy AG vertreibt Lizenzen zum Bau von Gravity Power Pumpspeichern [GPP].
Sie besitzt die exklusiven Vertriebsrechte für diese Technologie in Europa und der Türkei.
Gravity Energy AG wird zum Bau der GPPs
– entweder die Lizenzen direkt an interessierte Firmen verkaufen oder
– über ein Konsortium von Ingenieur- und Baufirmen schlüsselfertige Anlagen vermitteln.

Die Lizenzrechte liegen bei der Gravity Power LLC  in Kalifornien in den USA. Auch deren Webseite gibt nicht viele Informationen.

Insgesamt sind die Informationen auf den Webseiten sehr dünn und sehr allgemein, es gibt keine Aussagen zu Eigentumsverhältnissen, keine Jahresabschlüsse, keine Details zur Technik, kaum aktuelle Pressemitteilungen.

Die Firmen haben bisher keine Pilotanlagen, noch nicht einmal welche im Bau.

Die geplante Technologie, in Betonröhren von in der Pilotanlage über 100 m Tiefe und in den späteren Anlagen von 500 m Tiefe Kolben von 8m und später 50 bis 80m Durchmesser, die praktisch wasserdicht an die Wände abschließen und die permanente Reibung an den Wänden jahrzehntelang schadlos überstehen, ist wohl nicht so einfach. Es gibt keinerlei Aussagen, ob und wie dieses Problem gelöst ist und wie die Lösung erprobt wurde.

Warum eine Firma mit Sitz in den USA in Kalifornien ihre allererste Pilotanlage ausgerechnet in Oberbayern errichten muss, ist absolut nicht einsichtig. In den USA ist es wesentlich leichter, Venture Capital zu bekommen, die Genehmigungsverfahren sind einfacher und schneller, Grund gibt es in diesem weiten Land in Hülle und Fülle und man könnte eine zukunftsweisende Technologie sicher problemlos zusammen mit einer der renommierten Universitäten, beispielsweise der University of California, die „praktisch ums Eck liegt“, entwickeln. Dies wäre wesentlich einfacher und unkomplizierter.

Warum nicht schon längst eine kleinere Pilotanlage mit beispielsweise einem Schacht von 20 m Länge und einem Kolben von 3m Durchmesser in USA  gebaut wurde, ist nicht klar. Dies hätte das Vertrauen von Investoren massiv bestärkt.

Ein Anruf bei der einzigen auf der Webseite der Gravity Energy AG angegebenen Telefonnummer, einer Handynummer, wurde vom Vorstandsvorsitzenden persönlich beantwortet.
Die Firma habe die Probebohrungen im Frühjahr 2017 beendet und sei seither auf der Suche nach Investoren, um die Baukosten von rund 20 mio € einzuwerben. Dies erfolgt anscheinend durch eine Drittfirma auf Provisionsbasis.
Man beabsichtige gegen Jahresende in das vermutlich langwierige Genehmigungsverfahren einzusteigen.
Wie ein Anruf bei den Stadtwerken ergab,  sind die Stadtwerke, die periodisch mit dem Unternehmen in Kontakt sind, auf dem selben Informationsstand.

Die ganze Historie, die Konstruktion der Firmen und die seltsam dünne und vage Information auf den Webseiten hinterlassen ein zwiespältiges Gefühl. Erfahrene Aktien-Analysten werden das verstehen.

Es ist sicher gut, wenn die Stadtwerke keinerlei finanzielle Investitionen in das geplante Unternehmen tätigen und sicherstellen, dass der Rückbau einer eventuellen Bauruine im Fall einer Insolvenz gesichert ist.
Außerdem ist es gut, wenn die Stadtwerke von Anfang an  so viel Distanz gehalten haben, dass bei einer frühen Pleite mit Totalverlust der Investoren keinen Reputationsverlust erleiden.

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26. Juli 2018|
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